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„Geschichte gemeinsam verhandeln“ -
30 Schulprojekte von KulturKontakt Austria im Haus der Geschichte Österreich
Die Gesamtpräsentation fand am 12.12.2018 im Haus der Geschichte Wien statt.

MARGARETE SCHÜTTE-LIHOTZKY
Schule: Bundesgymnasium Jodok-Fink-Platz, Wien
Kultureinrichtung: Margarete Schütte-Lihotzky Raum
Kulturvermittlung: Leonie Spitzer
Kooperationspartner: Constance Cauers, Volkstheater

« Margarete Schütte-Lihotzky Projekt » fand im Rahmen des Programms «Geschichte gemeinsam verhandeln»
als Beitrag zum Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 statt.
Gefördert vom Bundeskanzleramt. Programmkoordination: KulturKontakt Austria (aus Mitteln des BMBWF).

Die Schüler/innen befassten sich anhand von Ausstellungen, Gebäuden und Literatur
mit der Person, dem Werk und sozialpolitischen Gedanken der Architektin Margarete
Schütte-Lihotzky.
In Improvisationstheater-Workshops inszenierten sie kleine Sketches,
die aufgeführt und fotografisch dokumentiert wurden.

Ergebnisse: 
- >> Fotos von Nick Mangafas

Die 8a des „Piaristengymnasiums“ beschäftigte sich mit dem Kennenlernen der
Zeitzeugin Margarete Schütte-Lihotzky als Person, als Architektin und als
Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.
Durch den Besuch in der Ausstellung „Wohn-Geschichten, Margarete Schütte-
Lihotzky Schwerpunkt Wohnbau in Wien“ im Margarete Schütte-Lihotzky Raum
sowie im Design-Labor des MAK Museum für angewandte Kunst zum 1:1 Modell
der „Frankfurter Küche“ tauchten die Schüler/innen in die räumlichen und
gesellschaftlichen Überlegungen und Visionen der Architektin ein.
Unterstützt wurde dies durch das Lesen ihrer Bücher wie etwa „Warum ich
Architektin wurde“. Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen von dem Buch
„Erinnerungen aus dem Widerstand“. Darin konnten die Jugendlichen zusätzlich
Einblick in Schütte-Lihotzkys 103 Jahre lang andauerndes, aufregendes Leben
gewinnen und ihre Stärke und stets humane und progressiven Haltung erkennen;
eine Haltung, die nicht nur den Wohnbau, die Küche von heute, den Lehrbetrieb
oder den Kindergarten beeinflusste, sondern mit der sie sich auch mit
beispielhaftem Mut und Engagement dem Nationalsozialismus widersetzt hatte.
Dass Margarete Schütte-Lihotzky trotz Todesurteil ihre authentische Sprache und
ihre positive Grundeinstellung beibehalten konnte, hat den Schüler/innen
imponiert.
Die letzten beiden Projekteinheiten fanden schließlich auf der Probebühne des
Volkstheaters statt. Dort entwickelte die 8a auf Basis der vorangegangenen
Recherchen rund um Schütte-Lihotzkys Leben und Haltung gemeinsam mit der
Theaterpädagogin Constanze Cauers mit Methoden des Improvisationstheaters
(wie etwa Hoch-und Tiefstatus, Präsenzübungen und Gruppendynamik) kleine
Stücke. Durch das Ausprobieren und Spielen konnten sie Geschichte im
Austausch und in Gemeinschaft erfahren und sich ihre Relevanz für die
Gegenwart, das gesellschaf
tliche Miteinander und damit den Raum, in dem wir
leben, bewusstmachen.

            

 

 

 

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Vermittlungsprogramm zur aktuellen Ausstellung

 

WOHN-GESCHICHTEN
Margarete Schütte-Lihotzky Schwerpunkt Wohnbau in Wien

Die Ausstellung zeigt die Entwicklungen im Wohnbau des 20. Jahrhunderts, anhand von Beiträgen und Gedanken der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky zur Siedlerbewegung, zum Wohnungsbau des „Roten Wien“, Projekte des Wiederaufbaus bis hin zu aktuellen Wohnbauten wie der „Frauen-Werk-Stadt“, an dem sie als Jurorin teilnahm.
Alle Arbeiten der Architektin zeigen einen Fokus auf den sozialen Aspekt der Architektur.

Für die Vermittlung stehen zwei Themen zur Auswahl:

-> Ankündigungsblatt

 

THEMA I Bauen mit Licht, Luft und Sonne"
ab der 7. Schulstufe
(Workshop-Dauer: ca. 2 Stunden)

Wie sah das Leben und die Lebensbedingungen der Menschen zu Beginn und im Laufe des 20. Jahrhunderts aus? Welche Bedürfnissen hatten die Menschen, wenn es ums Thema „Wohnen“ ging – eine Frage, der das Interesse der Architektin seit jeher galt.
Ziel ist es, einige architektonische Beispiele von Margarete Schütte-Lihotzky aus verschiedenen Jahrzehnten in Wien vorzustellen sowie Jugendliche anzuregen über ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse beim Wohnen zu erzählen und diese kreativ gestaltend auszudrücken.

THEMA II„Wie wollen wir wohnen?“
ab der 9. Schulstufe (Workshop-Dauer: ca. 2 Stunden)

Jugendliche werden spielerisch dazu animiert über ihr räumliches Umfeld nachzudenken und zu reflektieren. Mit praktischen Übungen soll die Raumwahrnehmung geschärft, sowie die räumliche Vorstellungskraft gefördert werden. Durch den Einblick in ein Jahrhundert Wohnbaugeschichte wird klar, dass einige Bedürfnisse beim Wohnen immer gleich gewesen sind, aber dass es nicht selbstverständlich ist, dass es ist wie es ist.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Bitte wählen Sie eines der Themen aus und geben Sie die Anzahl der Schülerinnen und Schüler vorab bekannt. Gruppen ab 15 Personen werden geteilt.
Die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht.

Kosten: Euro 3,00 pro SchülerIn
Kontakt und Anmeldung:
club@schuette-lihotzky.at

Vermittlungsteam:

Claudia Kragulj (Künstlerin|Kulturvermittlerin)
Isabella M. Oswald (Historikerin|Kulturvermittlerin)
Leonie Spitzer (Innenarchitektin|Kulturvermittlerin)

 

 

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Vermittlungsgsprogramm zur Ausstellung

 

WIDERSTAND UND BEFREIUNG
Margarete Schütte-Lihotzky im Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1938 – 1945


Margarete Schütte-Lihotzky war eine jener mutigen Frauen, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihr Leben durch ihre Tätigkeit im Widerstand riskierte. Sie entging dabei nur knapp einem Todesurteil. Ihr politisches Engagement für ein freies Österreich und das weiterer WiderstandskämpferInnen stehen im Zentrum dieser Ausstellung.

-> Ankündigungsblatt


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