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Ort


Im Gründungskomitee des Margarete Schütte-Lihotzky Clubs sind:

Ulrike Jenni
Geboren in Wien, aufgewachsen in Vorarlberg, Mutter einer Tochter, Studium der Kunstgeschichte und der Archäologie in Wien. Beschäftigt bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1973–1983 und 1995–2003), sowie als Kustodin des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste (1983–1994) tätig, erste Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen, Erstellung von zahlreichen Ausstellungskatalogen und Herausgeberinnentätigkeit.
Vorstandsmitglied im von Margarete Schütte-Lihotzky gegründeten „Urania Frauenkomitee“, das regelmäßig Vorführungen antifaschistischer Filme in der Urania organisierte.

Irma Schwager
Als Irma Wieselberg wurde sie 1920 in Wien geboren und wuchs im zweiten Gemeindebezirk auf. Sie flüchtete nach dem „Anschluss“ 1938 nach Belgien und von dort nach Frankreich. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde sie im Lager Gurs in Südfrankreich interniert. Sie schloss sich der französischen Widerstandsbewegung an („Résistance“), dabei beteiligte sie sich aktiv an der Travail (Anti) Allemand. Im Jahr 1945 kehrte sie nach Wien zurück. Sie ist Mutter ihrer im Widerstand geborenen Tochter und eines Sohnes. Ihre Eltern und zwei Brüder wurden im Holocaust getötet.
Ab 1972 war sie Vorsitzende des Bundes Demokratischer Frauen Österreichs (BDFÖ). In dieser Funktion war sie maßgeblich am Zusammenwirken der Frauen gegen Atomrüstung, Krieg und Faschismus, gegen die Diskriminierung der Frauen durch den Paragraph 144, für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und für die Chancengleichheit aller Kinder beteiligt.
2005 wurde Irma Schwager im Rahmen von „1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005“ für den Friedensnobelpreis nominiert.
Am 22.6.2015 starb Irma Schwager in Wien. Bis zu ihren letzten Tagen stand sie bewußt, engagiert und mit ganzem Herzen im Leben. Wir werden dich nie vergessen!


Christine Zwingl
Geboren in Wien, Mutter einer Tochter, Gründung des TU Kindergartens 1984, Studium der Architektur an der TU Wien, selbständige Architektin und Ziviltechnikerin seit 1994, theoretische Arbeiten zu alltags- und frauengerechter Planung für die MA57, Lehrauftrag an der TU Wien 1994-95, Unterrichtstätigkeit seit 2000 und Genderbeauftragte an der HTL Mödling, Kunsttherapeutin (ÖAGG).
Mitglied der Forschungsgruppe Schütte-Lihotzky seit 1986, Mitglied im „Urania Frauenkomitee“ bis zu dessen Ende 1994, Forschungsprojekt Schütte-Lihotzky (FWF), Ausstellungskonzeption, Ausstellungsgestaltung und Werkkatalog im MAK 1993, zahlreiche Artikel.

Alle drei Frauen waren mit Margarete Schütte-Lihotzky bis zu ihrem Tod in Freundschaft verbunden.